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Mendel und Vererbung Grundlagen

Nov 20, 2025

Überblick

Kurzüberblick zu Grundbegriffen der Vererbung nach Mendel anhand von Erbsenexperimenten. Fokus auf Erbgänge, Chromosomensätze und zentrale Definitionen.

Mendel und Kontext

  • Gregor Mendel untersuchte Erbsenpflanzen im Klostergarten und prägte Vererbungslehre.
  • Ziel: einfache Erbgänge erkennen und Grundregeln der Vererbung formulieren.
  • Ergebnisse betreffen vor allem diploide Organismen mit haploiden Keimzellen.

Chromosomen und Ploidiestufen

  • Diploid: von jedem Chromosom zwei Exemplare vorhanden, Abkürzung 2N.
  • Haploid: nur ein Chromosomexemplar je Typ, Abkürzung N.
  • Keimzellen sind haploid und verschmelzen zu diploiden Zellen.
  • Menschen: 23 Chromosomenpaare (46 Chromosomen), je ein Satz von Mutter und Vater.
  • Geschlechtschromosomen: Frau XX, Mann XY; Paarungsprinzip bildet Ausnahme.

Gene, Allele, Genotyp und Phänotyp

  • Gen: Merkmalsanlage; Abschnitt auf dem Chromosom, der Merkmal ausprägt.
  • Allele: unterschiedliche Varianten eines Gens, z. B. Haarfarbe, Blutgruppe.
  • Genotyp: Gesamtheit der Gene eines Organismus, das Erbbild.
  • Phänotyp: sichtbare Merkmalsausprägung, vom Genotyp bestimmt.

Homozygotie und Heterozygotie

  • Homozygot (reinerbig): zwei gleiche Allele für ein Gen.
  • Heterozygot (mischerbig): zwei unterschiedliche Allele für ein Gen.

Einfache Erbgänge und Notation

  • Einfacher Erbgang: ein Merkmal wird durch ein einzelnes Gen bestimmt.
  • Dominant-rezessiv: ein dominantes Allel unterdrückt ein rezessives Allel.
  • Notation: dominante Allele Großbuchstabe (z. B. R), rezessive Kleinbuchstabe (z. B. w).
  • Hinweis: Sonderfall Briefmarkenbeispiel mit großem und kleinem R für Farben.

Mendels Beobachtungen am Beispiel

  • Kreuzung gelb- und grünsämiger Erbsen ergab in Nachkommen ausschließlich gelbe Samen.
  • Schluss: Gelb dominant, Grün rezessiv; Beispiel für dominant-rezessiven Erbgang.

Vergleich der Erbgänge

  • Dominant-rezessiv: ein Merkmal setzt sich vollständig durch.
  • Intermediär: Mischform bei Heterozygotie, z. B. Rot x Weiß ergibt Rosa (Wunderblume).
  • Kodominant: beide Merkmale treten parallel auf, z. B. menschliche Blutgruppen.

Zusammenfassung als Tabelle

Begriff/AspektDefinition/BeschreibungBeispiel
Einfacher ErbgangMerkmal durch ein einzelnes Gen bestimmtBlütenfarbe Erbse, Blutgruppen Mensch
GenAbschnitt auf Chromosom, bestimmt MerkmalMerkmalsanlage
AllelVariante eines GensHaarfarbe, Zungenrollen
GenotypErbbild, Gesamtheit der GeneKombination der Allele
PhänotypSichtbare AusprägungBlütenfarbe
Diploid (2N)Zwei Chromosomen je TypMenschliche Körperzellen
Haploid (N)Ein Chromosom je TypKeimzellen
HomozygotZwei gleiche AlleleAA oder aa
HeterozygotZwei unterschiedliche AlleleAa
Dominant-rezessivDominantes Allel setzt sich durchGelbe vs. grüne Erbsensamen
IntermediärMischform bei HeterozygotieRot x Weiß → Rosa
KodominantBeide Merkmale parallelBlutgruppen ABO
NotationDominant groß, rezessiv kleinR (dominant), w (rezessiv)

Wichtige Begriffe & Definitionen

  • Einfacher Erbgang: ein Gen bestimmt ein Merkmal.
  • Dominant: stärkeres Allel, setzt sich im Phänotyp durch.
  • Rezessiv: unterdrücktes Allel, im Phänotyp nur ohne Dominantes sichtbar.
  • Keimzelle: Geschlechtszelle mit einfachem Chromosomensatz.

To-dos / Nächste Schritte

  • Video zu den drei Mendelschen Regeln anschauen für Details.
  • Grundlagen zu Genen und Allelen wiederholen bei Unsicherheiten.