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05 Datenbanknormalisierung und Viele zu Viele Beziehungen 27.10.25 Video

Oct 27, 2025

Overview

In dieser Einheit wurden die Themen Normalisierung und 1-zu-n-Beziehungen anhand eines Beispiels mit Studierenden und Studiengängen wiederholt und praktisch modelliert.

Wiederholung Normalisierung

  • Normalisierung strukturiert Datenbanktabellen zur Vermeidung von Redundanzen und Anomalien.
  • Die erste Normalform (NF1) fordert atomare Attributwerte (z.B. Trennung von Vor- und Nachnamen).
  • Die zweite Normalform (NF2) verlangt, dass alle Nicht-Schlüsselattribute voll funktional vom Primärschlüssel abhängen.
  • Bei einfachem Primärschlüssel (z.B. Personenkennzahl) gibt es keine Teilabhängigkeit und somit meistens keine NF2-Verstöße.
  • Transitive Abhängigkeiten (z.B. Studiengangsbezeichnung abhängig von Studiengangs-ID, nicht von Personenkennzahl) verletzen die dritte Normalform (NF3).

Modellieren von Entitäten

  • Ursprüngliche Tabelle enthält Studierende und deren Studiengangsinformationen in einer Entität.
  • Für saubere Modellierung werden Entitäten für „Student“ und „Studiengang“ getrennt.
  • Attribute wie PKZ, Vorname, Nachname bleiben bei Studierenden; Studiengangs-ID, Bezeichnung, Startjahr beim Studiengang.
  • Studiengangsleiter kann als Vor- und Nachname direkt in der Studiengang-Entität bleiben, solange keine weiteren Attribute benötigt werden.

1-zu-n-Beziehungen und Kardinalitäten

  • Ein Studiengang kann viele Studierende zugeordnet bekommen, aber ein Studierender gehört nur zu einem Studiengang (1:n-Beziehung).
  • Beziehungen werden mit Kardinalitäten (z.B. Krähenfußnotation) und Konditionalitäten (null oder mehr Zuordnungen sind möglich) dargestellt.
  • Optionale Zuordnung: Es darf Studiengänge ohne Studierende und Studierende ohne Studiengang geben (je nach Anwendungsfall).

Wichtige Schritte im Modellierungsprozess

  • Identifikation von Normalform-Verstößen und Aufspaltung der Tabelle in sinnvolle Entitäten.
  • Definition von Beziehungen und Festlegung der Kardinalitäten und Konditionalitäten.
  • Grafische Darstellung erleichtert Übersicht über das Modell.

Key Terms & Definitions

  • Normalisierung — Prozess zur Reduzierung von Redundanzen und Anomalien in Datenbanktabellen.
  • Primärschlüssel — Eindeutiges Attribut, das jeden Datensatz identifiziert (z.B. Personenkennzahl).
  • Transitive Abhängigkeit — Ein Attribut ist indirekt vom Primärschlüssel abhängig (über ein anderes Attribut).
  • 1-zu-n-Beziehung — Ein Element einer Entität ist mit mehreren Elementen einer anderen Entität verknüpft.
  • Kardinalität — Gibt die Anzahl der möglichen Verbindungen zwischen Entitäten an.
  • Konditionalität — Bestimmt, ob eine Beziehung zwingend (1) oder optional (0) ist.

Action Items / Next Steps

  • Modelle zur 1-zu-n-Beziehung selbstständig skizzieren und auf Normalformen prüfen.
  • Im nächsten Termin: Auseinandersetzung mit N-zu-M-Beziehungen.
  • Foliensatz zur Übung und zur Wiederholung durchgehen.