Overview
In dieser Einheit wurden die Themen Normalisierung und 1-zu-n-Beziehungen anhand eines Beispiels mit Studierenden und Studiengängen wiederholt und praktisch modelliert.
Wiederholung Normalisierung
- Normalisierung strukturiert Datenbanktabellen zur Vermeidung von Redundanzen und Anomalien.
- Die erste Normalform (NF1) fordert atomare Attributwerte (z.B. Trennung von Vor- und Nachnamen).
- Die zweite Normalform (NF2) verlangt, dass alle Nicht-Schlüsselattribute voll funktional vom Primärschlüssel abhängen.
- Bei einfachem Primärschlüssel (z.B. Personenkennzahl) gibt es keine Teilabhängigkeit und somit meistens keine NF2-Verstöße.
- Transitive Abhängigkeiten (z.B. Studiengangsbezeichnung abhängig von Studiengangs-ID, nicht von Personenkennzahl) verletzen die dritte Normalform (NF3).
Modellieren von Entitäten
- Ursprüngliche Tabelle enthält Studierende und deren Studiengangsinformationen in einer Entität.
- Für saubere Modellierung werden Entitäten für „Student“ und „Studiengang“ getrennt.
- Attribute wie PKZ, Vorname, Nachname bleiben bei Studierenden; Studiengangs-ID, Bezeichnung, Startjahr beim Studiengang.
- Studiengangsleiter kann als Vor- und Nachname direkt in der Studiengang-Entität bleiben, solange keine weiteren Attribute benötigt werden.
1-zu-n-Beziehungen und Kardinalitäten
- Ein Studiengang kann viele Studierende zugeordnet bekommen, aber ein Studierender gehört nur zu einem Studiengang (1:n-Beziehung).
- Beziehungen werden mit Kardinalitäten (z.B. Krähenfu ßnotation) und Konditionalitäten (null oder mehr Zuordnungen sind möglich) dargestellt.
- Optionale Zuordnung: Es darf Studiengänge ohne Studierende und Studierende ohne Studiengang geben (je nach Anwendungsfall).
Wichtige Schritte im Modellierungsprozess
- Identifikation von Normalform-Verstößen und Aufspaltung der Tabelle in sinnvolle Entitäten.
- Definition von Beziehungen und Festlegung der Kardinalitäten und Konditionalitäten.
- Grafische Darstellung erleichtert Übersicht über das Modell.
Key Terms & Definitions
- Normalisierung — Prozess zur Reduzierung von Redundanzen und Anomalien in Datenbanktabellen.
- Primärschlüssel — Eindeutiges Attribut, das jeden Datensatz identifiziert (z.B. Personenkennzahl).
- Transitive Abhängigkeit — Ein Attribut ist indirekt vom Primärschlüssel abhängig (über ein anderes Attribut).
- 1-zu-n-Beziehung — Ein Element einer Entität ist mit mehreren Elementen einer anderen Entität verknüpft.
- Kardinalität — Gibt die Anzahl der möglichen Verbindungen zwischen Entitäten an.
- Konditionalität — Bestimmt, ob eine Beziehung zwingend (1) oder optional (0) ist.
Action Items / Next Steps
- Modelle zur 1-zu-n-Beziehung selbstständig skizzieren und auf Normalformen prüfen.
- Im nächsten Termin: Auseinandersetzung mit N-zu-M-Beziehungen.
- Foliensatz zur Übung und zur Wiederholung durchgehen.